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[Rezension] „Vielleicht wird morgen alles besser“ von Fabio Geda

 
Titel: Vielleicht wird morgen alles besser
Autorin: Fabio Geda
Format: Geb. Ausgabe mit Schutzumschlag / E-Book
Preis: 20,00 € / 15,99 €
Seitenzahl: 288
Genre: Coming-of-age-Romane / Familienroman
Erschienen: 14.Mai 2018
ISBN-13: 978-3-8135-0790-4
Verlag: Knaus Verlag
Meine Bewertung: 3 Sterne

Zum Inhalt / Klappentext

 

Einen Platz in dieser Welt finden – der neue Roman vom Autor des Bestsellers „Im Meer schwimmen Krokodile“

Ercole musste früh lernen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Zusammen mit seiner Schwester Asia bewahrt er mühsam die Familienfassade, um sich das Jugendamt vom Hals zu halten. Doch die Normalität ist ein fragiles Gebäude, das täglich einzustürzen droht. Als es schließlich geschieht, kann niemand die Lawine aufhalten, auch nicht das Mädchen Viola, das in Ercoles Bauch Schmetterlinge zum Tanzen bringt. Ist es für einen wie ihn nicht vorbestimmt, immer tiefer in Schwierigkeiten zu geraten?

Fabio Geda erweist sich erneut als Meister im Porträtieren von Kindern und Jugendlichen. Ihre kleinen, großen und auch sehr großen Nöte inspirieren ihn immer wieder zu ganz besonderen Geschichten.

(Quelle: Knaus Verlag)

Meine Gedanken zum Buch

Das Cover:

Das Cover zeigt einen Jungen oder Mann in einem Ruderboot auf einem Fluss. Blätter und ein Ast rahmen das Bild ein. Die Farben sind leicht pastellig. Ein schönes Cover, das für mich aber mit dem Inhalt nicht viel zu tun hat und auch der Klappentext weckt Erwartungen, die nicht gehalten werden.

Inhalt:

Ercole lebt mit seiner Schwester Asia beim Vater. Die Großeltern sind gestorben, seine Mutter hat die Familie verlassen und der Vater kümmert sich nicht um die beiden Kinder. Er trinkt und ist tagelang verschwunden, bekommt überhaupt nicht mit, wie sich seine Kinder durchschlagen müssen. Peinlich darauf bedacht, dass ihre Umwelt nichts merkt, kümmern sich die zwei um sich selbst. Asia regelt alle Dinge des Lebens, vom Rechnungen und Miete bezahlen bis zum Kochen und arbeiten bleibt alles an dem Mädchen hängen. Ercole verlässt sich blind auf seine Schwester. Als er Viola kennenlernt, verliebt er sich in sie, aber die verschiedenen Welten der Jugendlichen kollidieren immer wieder miteinander.

Als der Vater verhaftet wird, droht der Schutzwall um Asia und Ercole zu brechen und der Junge flüchtet, um seine Mutter zu suchen. Er findet sie und auch seinen Halbbruder in ärmlichen Verhältnissen. Als der neue Lebensgefährte der Mutter seinen kleinen Bruder in Gefahr bringt, eskaliert alles und Ercole ist erneut gemeinsam mit seinem kleinen Bruder auf der Flucht.

Schreibstil:

Mit dem Schreibstil von Fabio Geda konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Das traurige Thema der vernachlässigten Kinder ist aktueller denn je, leider konnte der Autor bei mir keine Emotionen wecken. Nur ab und zu hat mich die Geschichte wirklich mitgerissen und berührt. Die Figuren lassen Tiefe vermissen und waren nicht in der Lage mich in ihrem Bann zu ziehen. Leider verkümmert die Geschichte für mich zu oft im zu emotionslosen Schreibstil.

Lieblingslesezeichen:

„Wir sahen zu, wie sie über dem Wasser tanzten, und da musste ich daran denken, wie viel von dieser Magie es doch auf der Welt gibt – genug, um sämtliche Handys, Hörgeräte und elektrische Zahnbürsten dieses Planeten damit aufzuladen, um Löcher bis zu den Antipoden zu graben, um reich genug zu sein, dass man den ganzen Tag nichts anderes tut, als den Leuten, die man liebt, „Ich liebe dich“ zu sagen, Freunde zu besuchen und Wolkenraten zu spielen.“

Seite 125

 

Fazit

Ein leiser Roman über ein aktuelles und wichtiges Thema, der mich nur teilweise erreicht hat.

3 Sterne

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Alle Links in diesem Beitrag kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung

Autorin: Fabio Geda

Verlag: Knaus Verlag

 

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Fabio Geda (Autor)

Fabio Geda, 1972 in Turin geboren, arbeitete viele Jahre mit Jugendlichen. Sein Bestseller „Im Meer schwimmen Krokodile“, der auf einer wahren Geschichte beruht, wurde in über 30 Sprachen übersetzt und machte ihn international bekannt. Im Knaus Verlag sind von Fabio Geda bisher drei Romane erschienen.

Christiane Burkhardt (Übersetzerin)

Christiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt Romane und Sachbücher aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat u. a. Werke von Paolo Cognetti, Domenico Starnone, Fabio Geda, Wytske Versteeg, Pieter Webeling, Willam Shaw und Hannah Richell ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.

Quelle: Knaus Verlag

 

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2 thoughts on “[Rezension] „Vielleicht wird morgen alles besser“ von Fabio Geda

  1. Das ist aber sehr schade! Der Klappentext klingt toll und das Thema ist in der Tat sehr wichtig. Wirklich schade, wenn der Schreibstil einen so gar nicht erreichen kann, sodass das eigentliche Thema untergeht.

    GlG, monerl

    1. Huhu liebe monerl,

      ja ich fand den Klappentext auch wirklich toll und das Cover hat mir auch sehr gut gefallen, alles Anzeichen für eine gute Geschichte. Ich war auch sehr traurig, dass mir der Schreibstil nicht so lag. Schade wirklich….

      Ganz lieben Gruß
      Mimi :o))

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